Wintergärten sind nachhaltige und elegante Erweiterungen des Wohnraums und schaffen eine direkte Verbindung zwischen dem Innenraum und der Außenwelt. Während der klassische Wintergarten vornehmlich der Optik diente, rücken nachhaltige Wintergärten immer stärker in den Fokus. Umweltfreundliche Baustoffe, energieeffiziente Technologien und vorherrschende gesetzliche Vorgaben machen die Planung oftmals komplex, aber auch bestens für die Zukunft vorbereitet.
Was zeichnet einen nachhaltigen Wintergarten besonders aus?
Ein nachhaltiger Wintergarten verfolgt grundsätzlich ein einfaches Ziel. Möglichst geringe Auswirkungen auf die Umwelt bei gleichzeitig hoher Energieeffizienz. Dabei sind einige wichtige Faktoren zu beachten. Unter anderem:
- umweltfreundliche Baustoffe
- eine optimierte Wärmedämmung
- technische Systeme zur Einsparung von Energie
- Effiziente Nutzung von Sonne und Wind
- Langlebige Konstruktionen mit geringem Wartungsaufwand
Die Planung eines solchen Wintergartens wie beispielsweise mit einem Aluminium Wintergarten von Mores beginnt meist lange vor dessen Bau. Dabei spielen vor allem die Anforderungen des Gebäudes, aber auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen eine wichtige Rolle.
Planungs- und Rechtslage in Deutschland
Um in die Planung einzusteigen, sollte man sich zunächst einmal mit vier wichtigen Punkten vertraut machen. Die Baugenehmigungspflicht, das Gebäudeenergiegesetz (GEG), der Denkmalschutz und die Fördermöglichkeiten.
Die Baugenehmigungspflicht
In Deutschland ist das Thema in den verschiedenen Landesbauordnungen separat gehandhabt. In der Regel sind angebaute Wintergärten allerdings immer genehmigungspflichtig. Freistehende Wintergärten sind hingegen in einigen Bundesländern genehmigungsfrei. Für Wintergärten gilt immer ein verpflichtender Statiknachweis, da dieser vor allem beim Thema Schneelast von besonderer Bedeutung ist. Auch Abstandsflächen zu anderen Gebäuden und Grundstücksgrenzen müssen beachtet werden. Hier gelten in der Regel Abstandspflichten von 3 Metern.
Das Gebäudeenergiegesetz
Das Gebäudeenergiegesetz regelt die energetischen Anforderungen an Gebäude. Dies bedeutet für Wintergärten unter anderem, dass diese einen Mindestwärmeschutz aufweisen müssen und es spezielle Anforderungen an die Heiztechnik gibt. Auch müssen Nachweise über den Energieverbrauch beheizter Wintergärten geführt werden. Bei unbeheizten Wintergärten gelten diese Anforderungen nicht, auch wenn diese dennoch von einer hochwertigen Wärmedämmung profitieren.
Der Denkmalschutz
Bei älteren Gebäuden kann es beim Einbau eines Wintergartens schnell zu Problemen mit dem Denkmalschutz führen. Hier müssen im Vorfeld unterschiedliche Vorgaben beachtet werden. Unter anderem müssen die gewählten Materialien sich ins Gesamtbild des Gebäudes nahtlos einfügen. Zum anderen ist in der Regel der Anteil an Glasflächen begrenzt. Eine Genehmigung für den Anbau des Wintergartens ist zwingend erforderlich, da ansonsten auch ein Rückbau seitens der Behörden angeordnet werden kann.
Förderungen und Fördermöglichkeiten
Förderungen ändern sich regelmäßig und können aus diesem Grund hier nicht vollständig abgebildet werden. Grundsätzlich gibt es beim Einbau eines Wintergartens aber verschiedene Ansätze, über welche Förderungen möglich sind. So unter anderem:
- energieeffiziente Sanierungen gefördert durch die KfW
- erneuerbare Energien durch das BAFA
- Förderungen für Wärmepumpen, Solarthermie oder Fotovoltaik
Hinzu kommen oftmals noch kommunale Fördertöpfe. Anfragen bei der Verbraucherzentrale und der kommunalen Energieberatung können hier weitere Möglichkeiten eröffnen. Wichtig dabei ist, dass die meisten Förderungen nur vor dem Beginn der Bautätigkeiten beantragt werden können. Es lohnt sich also, früh genug die entsprechenden Anträge zu stellen.
Nachhaltige Materialien beim Bau eines Wintergartens
Ein Wintergarten besteht grundsätzlich aus drei verschiedenen Elementen. Das Tragwerk, die Dämmung und die Verglasung sind alles Elemente, bei denen man auf nachhaltige Materialien zurückgreifen kann, um den eigenen Wintergarten ökologischer zu gestalten.
Das Tragwerk mit nachhaltigen Rohstoffen
Nachhaltige Rohstoffe beim Tragwerk des Wintergartens sind oftmals einfacher, als man sich dies vorstellen mag. Denn Holz gehört beispielsweise zu den nachhaltigen Rohstoffen und bietet viele Vorteile. So ist das Material CO2-neutral, gut dämmend und verbessert zudem noch das Raumklima. Je nach gewählter Holzart ist das Material auch sehr langlebig und beständig. Wichtig ist dabei auf eine FSC- oder PEFC-Lizenz zu achten, da diese eine nachhaltige Forstwirtschaft garantieren. Allerdings hat Holz auch den Nachteil des höheren Pflegebedarfs. Es muss regelmäßig angestrichen werden, um die Schutzwirkung zu erhalten.
Auch Aluminium wird häufig in Wintergärten eingesetzt. Das Material benötigt bei der Herstellung allerdings viel Energie. Besser und nachhaltiger ist es, wenn man auf Recycling-Aluminium setzt. Das Material ist korrosionsbeständig und praktisch wartungsfrei. Allerdings sind die Dämmwerte deutlich schlechter als bei Holz, weswegen häufig eine Kombination beider Baustoffe eingesetzt wird.
Dämmstoffe
Dämmstoffe sind häufig teuer und vor allem auch nicht sonderlich nachhaltig in der Produktion. Doch auch hier gibt es mittlerweile einige Alternativen, welche sich durch gute Eigenschaften auszeichnen. Beliebt sind in Wintergärten unter anderem:
- Holzfaser-Dämmplatten
- Zellulose
- Schafwolle
- Hanffasern
- Das Glas
Glas ist auch heute noch mehr oder minder alternativlos. Man sollte allerdings beim Glas auf Qualität setzen und eine gute Wärmedämmung erzielen. Dreifache Verglasung, Low-E-Beschichtungen und Sonnenschutzglas können helfen, den Wintergarten nachhaltiger zu gestalten und den Wärmeverlust zu mindern.
Moderne Technologien für nachhaltige Wintergärten
Moderne Technologien erlauben es, einen Wintergarten besonders effizient zu betreiben. Sensoren messen Temperaturen, Luftfeuchtigkeit und die CO2-Werte und arbeiten mit automatisierten Systemen Hand in Hand. Automatikfenster öffnen und schließen sich, Beschattungen werden über Hitzesensoren gesteuert und auch die Temperatur im Inneren wird über nachhaltige Heizsysteme energiesparend angepasst. Wärmepumpen, Infrarotheizungen und Flächenheizungen mit niedriger Vorlauftemperatur erlauben hier nachhaltige Lösungen.
FAQ
Brauche ich für einen Wintergarten eine Baugenehmigung?
Hier gelten die Vorgaben der einzelnen Bundesländer, allerdings ist in den meisten Fällen eine Baugenehmigung erforderlich
Ist ein nachhaltiger Wintergarten teurer in der Anschaffung?
Ja, nachhaltige Baustoffe und moderne Technologien kosten mehr Geld. Diese Kosten amortisieren sich allerdings durch die bessere Dämmung und den niedrigeren Verbrauch.
Kann ich einen Wintergarten selbst anbauen?
Davon ist abzuraten, da hier zu viele Faktoren eine Rolle spielen. Professionelle Anbieter bieten eine umfangreiche Beratung und Ausführungen aus einer Hand.








